Elisabeth Schuster (Hrsg.): Reite Schritt, Schnitter Tod! Leben und Sterben im Speziallager Nr.1 des NKWD Mühlberg/Elbe

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Beschreibung

Als das Deutsche Reich am 8. Mai 1945 kapitulierte, war es das Ziel der Siegermächte, den Nationalsozialismus auszurotten. So wurden nach der militärischen Besetzung Deutschlands alle NS-Organisationen aufgelöst, Verantwortliche für nachgewiesene Verbrechen verurteilt und Funktionäre und Mitglieder der NS-Organisationen verhaftet und interniert. Die Methoden der Entnazifizierung in den verschiedenen Besatzungszonen waren jedoch sehr unterschiedlich. Während in den Westzonen nach internationalem Recht verfahren wurde, brachte die Sow­jetische Militäradministration das Lagersystem der Sowjetunion nach Mitteldeutschland und errichtete insgesamt zehn so genannte Speziallager des NKWD.
Den zurückgekehrten deutschen Kommunisten und der Be­satzungsmacht ging es aber nicht nur um die Verfolgung der Nationalsozialisten, sondern vor allem auch um die Verfolgung von potentiellen Gegnern des neuen kommunistischen Regimes. So wurden sehr viele Vertreter der Intelligenz inhaftiert, Menschen bürgerlich-liberaler Herkunft und Einstellung, wie z. B. Georg Schuster, der im Speziallager Nr. 1 des NKWD, Mühlberg/Elbe, starb. Um die Erinnerung zu bewahren, hat seine Tochter Elisabeth Berichte von Häftlingen dieses Lagers zu­sammengestellt. Es entsteht ein vielseitiges Bild über das Leben im Lager, das von Hunger, Krankheit und Tod be­stimmt wurde sowie von Überlebensstrategien und von einer Lagergesellschaft, die wie ein kleiner Staat organisiert war. Nach jahrzehntelangem Schweigen über die Lager in der ehemaligen „Ostzone“ wird das ganze Ausmaß der damaligen politischen Verfolgung deutlich.

Nur noch erhältlich bei der Initiativgruppe Lager Mühlberg.